Neben den Kurven hat der Thüringer Wald eine Reihe von Zielen, für die sich der Halt lohnt. Die meisten liegen direkt an oder kurz neben den Hauptstrecken, sodass sich Fahren und Sehen ohne große Umwege verbinden lassen.
Der Große Inselsberg ist mit 916 Metern die markanteste und weithin sichtbare Erhebung des westlichen Thüringer Waldes. Wichtig zur Einordnung: Er ist nicht der höchste Berg Thüringens — das ist der Große Beerberg mit knapp 983 Metern —, aber durch seine freistehende Lage der auffälligste. Der Rennsteig läuft direkt über den Gipfel. Oben steht ein 21 Meter hoher Aussichts- und Erlebnisturm mit 360-Grad-Panorama, das bei klarer Sicht bis zur Wasserkuppe in der Rhön und zum Brocken im Harz reicht. Im Turm finden sich Ausstellungsbereiche, unter anderem zum UNESCO Global Geopark Thüringen, sowie Teile der Original-Übertragungstechnik des früheren Fernmeldeturms. Die Zufahrt erfolgt über die Stichstraße ab der L1024; Parkplätze liegen unterhalb des Gipfels an der „Grenzwiese".
Oberhof ist das Wintersportzentrum Thüringens und auch ohne Schnee einen Halt wert. Direkt am Hauptkamm, bei 814 Metern unweit des Grenzadlers, liegt die LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig — das Biathlon-Stadion, das jährlich den Weltcup austrägt und als einer der zuschauerstärksten Schauplätze der Sportart gilt. Der Rennsteig verläuft nur rund 200 Meter südlich der Anlage. Backstage-Führungen durch die Arena werden angeboten. Oberhof ist gut über die L3247 angebunden, Parkmöglichkeiten gibt es an den Sportanlagen reichlich.
Über Eisenach steht die Wartburg, seit 1999 UNESCO-Welterbe und die erste deutsche Burg auf dieser Liste. Sie liegt auf einem Felssporn rund 410 Meter hoch, südwestlich oberhalb der Stadt, und ist von dort gut ausgeschildert. Ein Parkplatz liegt etwa auf halber Höhe; von dort sind es rund 500 Meter Fußweg hinauf zum Eingang, alternativ verkehrt ein Shuttlebus. Die Burg ist über die B19 bequem erreichbar und der natürliche Startpunkt vieler Touren im Westen.
Die Drachenschlucht am südlichen Stadtrand von Eisenach ist eine enge Klamm zwischen Wartburg und dem Forstort Hohe Sonne, parallel zur B19. Auf rund drei Kilometern führt der Pfad durch im Sommer moosbewachsene, im Winter vereiste Felswände; an der engsten Stelle ist der Weg nur etwa 70 Zentimeter breit. Ein Durchgang dauert etwa eine Stunde. Bei Sturm, Starkregen oder Eisbildung kann die Schlucht kurzfristig gesperrt werden. Wanderparkplätze liegen am Eingangsbereich nahe der Hohen Sonne.
Der Falkenstein bei Tambach-Dietharz ist ein freistehendes Porphyr-Felsmassiv im Schmalwassergrund, nördlich der Schmalwasser-Talsperre. Mit einer Talseite von 96 Metern Höhe ist er der bedeutendste freistehende Kletterfels Thüringens und als Naturdenkmal geschützt. Erreichbar ist er über Wander- und Mountainbikewege; das Motorrad bleibt am Talparkplatz. Der Abstecher verbindet sich gut mit der Runde um Tambach-Dietharz und die Schmalwasser-Talsperre.
Botanisch bemerkenswert ist der Rennsteiggarten Oberhof, Deutschlands höchstgelegener botanischer Garten, angelegt um den Pfanntalskopf in Kammlage auf rund 860 Metern. Auf etwa sieben Hektar wachsen rund 4.000 Pflanzenarten aus den Gebirgen Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas, Neuseelands und der Arktis — der größte und artenreichste Alpengarten des Landes. Gegründet 1970 auf einem ehemaligen Steinbruchgelände, ist er ein lohnender Stopp gerade dann, wenn das Wetter zu wechselhaft für lange Etappen ist. Parkplätze liegen direkt am Eingang an der Kammstraße.